Der erste Schritt unseres Vereins war, in der Gegend um Mbano eine Art medizinische Grundversorgung für eine ausgewählte Gruppe besonders Bedürftiger zu etablieren. In Nigeria ist es nicht so wie bei uns. Es gibt weit und breit keine Ärzte – vor allem nicht in ländlichen Regionen. Wenn jemand krank ist, versucht man sich selbst zu helfen. Die nächsten Ärzte bzw. ein Krankenhaus sind in 50 km Entfernung. Aber das kostet und das Geld haben 80% der Menschen nicht. Viele sterben viel zu früh – ohne jegliche Hilfe.
Daher haben wir eine Krankenschwester engagiert – Maria Obiora, die von Montag bis Freitag arbeitet. Sie ist stationär und mobil unterwegs und ist in engem Austausch mit unserem Arzt Dr. Lotanna Obiora, der einmal im Monat zur Sprechstunde kommt. Schwester Maria betreut pro Monat etwa 200 Patienten. Jedes Monat bekommen wir von ihr einen Bericht und Bilder der Behandlungen, um unsere Transparenz klar zu zeigen. Die Patienten sind damit einverstanden. Beide arbeiten mit Herz und Seele und sind für die Ärmsten der Armen da.
Durch unsere Spenden können wir jedes Jahr eine größere Medikamentenlieferung – ca. 1.200 EUR – kaufen. Die Preise steigen jedes Jahr wegen der enormen Inflation. So hat Nigeria per August 2025 eine Jahresinflation von 22%.
Leider können die Behandlungen aktuell nur in der großen und trostlosen Gemeindehalle stattfinden. Anonymität gibt es nicht. Alle Patienten sind in einem Raum und warten sehnlichst, dass sie drankommen.
Wir hoffen und beten, dass wir in der neu errichteten Schule eine Art kleine Krankenstation einrichten können, wo die Patienten in Ruhe mit dem Arzt oder der Krankenschwester sprechen und auch behandelt werden können.