Der Brunnenbau - die Basis von Allem
Dank unserer Spender – vor allem auch der Schmitz-Stiftung – konnten wir im Januar 2025 den Brunnen – der Basis von allem ist – fertigstellen und feierlich durch den dortigen Generalvikar einweihen. Das ganze Dorf hat mitgeholfen. Auch die Kinder ließen es sich nehmen kräftig mit anzupacken. So ein Ereignis hatte es noch nie im Dorf gegeben.
Wie so ein Brunnenbau tatsächlich – trotz all unserer Informationen – von Statten geht, wussten wir ja selber nicht – bis wir von Father Reginald, der die ganze Bauzeit vor Ort war, täglich mit Bildern, Videos und Informationen versorgt wurden. Wir haben alle große Augen gemacht und haben uns sehr über die Fortschritte gefreut. Die Arbeitsweise und die Materialien – wir können uns das hier mit unserer Hightech ja gar nicht vorstellen.
Es musste 90 Meter – also 300 Fuß tief gebohrt werden, bis wir das 100% reine Wasser hatten! Das Stahlgerüst ist 10 Meter – also 35 Fuß hoch. Dadurch wird ein hydrostatischer Wasserdruck von ca. 1 bar erreicht. Für uns sehr wenig, da ja auch mehrere Kilometer Rohrleitungen für die umliegende Gemeinde gelegt wurden. Insgesamt gibt es neun Entnahmestellen.
Nachdem wir unser Grundstück 2023 erwerben konnten, haben wir bereits 2024 die Mauer herum bauen können. All das muss natürlich vorher passieren, damit der Brunnen abgesichert ist – nicht zerstört, Teile davon gestohlen oder das Wasser verunreinigt werden kann. Außerdem ist es in Afrika üblich, erst einmal eine Mauer zu bauen – zur Sicherheit. Da wo Armut und Hunger sind, versuchen die Menschen natürlich alles, um am Leben zu bleiben.
Erst einmal musste das Fundament betoniert werden, damit die 8 mit Wasser zu füllenden Geepee Tanks mit je 750 l Füllvermögen den Stahlträgern auch Stand halten. Parallel wurde gebohrt. Als die große Bohrmaschine ins Dorf kam, herrschte eine unglaubliche Begeisterung – so eine Maschine hat noch nie jemand gesehen. Für uns fremd und unvorstellbar, dass man mit diesem Gerät 100 Meter tief bohren konnte.
Wir denken, die Bilder sprechen für sich. Für uns unvorstellbar, aber eine tolle Arbeit von allen. Auch Father Reginald hat jeden Tag mitgearbeitet – all das in seinem Urlaub. Ein Freund aus der Gemeinde hat ihm vor seiner Abreise einen Bauarbeiterhelm geschenkt.
Das Bohrgerät musste vom 120 km entferntem Port Harcourt hergebracht werden. Bei uns denkt man – na ja 3 Stunden fahrt. In Nigeria ist so etwas eine Tagesreise. Die Straßenverhältnisse sind ja ebenso für uns total ungewohnt.
Die Zeit war knapp, nicht immer hat alles so funktioniert, aber am letzten Tag von Father Reginalds Urlaub war alles fertig und der Bau des Brunnens konnte feierlich eingeweiht werden.
Über den Tanks wurden als „Dach“ zehn Solarmodule angebracht, die die notwendige elektrische Energie zum Betrieb des Trinkwasserbrunnens liefern.
Die Zeit war knapp, nicht immer hat alles so funktioniert, aber am letzten Tag von Father Reginalds Urlaub war alles fertig und der Bau des Brunnens konnte feierlich eingeweiht werden.
Fast täglich bekommt Father Reginald erfreuliche Rückmeldungen!
Die Leute dort können es immer noch nicht glauben.
Sie kommen von weit her - oft 20 km zu Fuß und wir haben weit über
20.000 Menschen, die wir nun mit frischem und sauberem Wasser versorgen.
Nach Ende der Bauarbeiten hat sich Hoffnung Chinonso Foundation dafür entschieden, an dem Brunnensystem eine Videoüberwachung zu montieren. Das Gelände ist zwar mit mit einer Mauer und Stacheldraht umgeben – auch ist das Tor immer abgeschlossen – aber aufgrund der Vielzahl der Leute, die nun zu „unserem Brunnen“ kommen, wurde dies aufgrund der geringen Mehrkosten gemacht. Father Reginald hat über das Internet Zugriff darauf und kann sich jederzeit ein Bild über die Situation vor Ort machen.
Zur Verteilung des Wassers hat der Bauingenieur vor Ort vorgeschlagen, eine Ringleitung innen entlang der Mauer zu verlegen, um dann für sämtliche Nachfolgeprojekte einen einfach Zugang zu Trinkwasser zu haben. An einigen Stellen in der Mauer wurde eine Leitung nach draußen verlegt und dort entweder ein Wasserhahn oder die Wasserleitung für Umuezeopara angeschlossen.